Siemens stößt Hoffnungsträger ab Siemens verkauft seine Internettochter Unisphere an den US-Konkurrenten Juniper. Die Branche leidet seit Monaten unter einer wegbrechenden Nachfrage der Telekombetreiber. Juniper zahlt für die unprofitable Siemens-Tochter etwa 720 Mio. $, davon 375 Mio. $ in bar und den Rest in Aktien. Mit dem Verkauf von Unisphere verabschiedet sich der Münchner Elektronikkonzern von einem seiner symbolträchtigsten Hoffnungsträger. Vor dem
düsteren Hintergrund der Telekomzulieferer ist Siemens’ Strategiewende eine Anpassung an die Realität. Unisphere ist im Bereich der breitbandigen Zugangstechnik tätig, einem der am schnellsten wachsenden Segmente des Telekomausrüstungsgeschäfts. Stark gestutzte Investitionen der Telekombranche haben die einst ehrgeizigen Pläne von Siemens zu einer Vertriebskooperation zusammenschmelzen lassen. ”Juniper ist ein Partner, von dem wir glauben, dass er eine gute Zukunft hat”, heißt es bei Siemens.
Im Mobilfunkbereich hat Uniper bereits eine ähnliche Zusammenarbeit mit dem schwedischen Siemens-Konkurrenten Ericsson vereinbart. (Financial Times Deutschland online vom 21.05.02) |