Archiv-3

Super-Transistor aus Kohlenstoff

Die neuartigen Bausteine, die von Forschern des Computerkonzerns IBM entwickelt wurden, schlugen Prototypen herkömmlicher Silizium-Transistoren im direkten Vergleich deutlich. Das berichtet eine Gruppe um Phaedon Avouris vom IBM Watson Research Center in Yorktown Heights. Kohlenstoff-Nanoröhrchen, die 50.000 Mal dünner sind als ein menschliches Haar, sollen einmal die Silizium-Elektronik ersetzen, wenn deren Miniaturisierung an physikalische Grenzen stößt. Die IBM-Forscher konstruierten die Kohlenstoff-Transistoren nach dem Muster herkömmlicher Silizium-Schaltelemente und verglichen die elektrischen Eigenschaften. Dabei stellten sie fest, dass die Kohlenstoff-Bausteine unter anderem bei einem bestimmten Maß der Stromleitfähigkeit, dem so genannten Gegenwirkleitwert, deutlich bessere Werte erzielten als die Prototypen neuer Silizium- Transistoren. Davon versprechen sich die Wissenschaftler in Zukunft schnellere und leistungsfähigere Schaltkreise.
(Sueddeutsche online vom 22.05.02)

Post verabschiedet sich von digitaler Signatur

Die Internet-Marktsituation erlaube keine Fortsetzung dieses Geschäfts, teilte die Post mit. Auch beim Shopping-Portal EVITA sei an eine strategische Partnerschaft oder an einen Verkauf gedacht. Die dem Kerngeschäft des Konzerns nahe stehenden Geschäftsmodelle wie ePost oder Deutsche Post Com seien bereits in den Unternehmensbereich Brief integriert worden. Die Pläne für die Geschäftsentwicklung mit Signtrust seien unter den gegebenen Umständen nicht einzuhalten gewesen. Nun sollten Lösungen für die weitere Nutzung der Signtrust-Signatur entwickelt werden. Die Deutsche Telekom dagegen hält an dem Geschäft fest. Doch auch hier laufen die Geschäfte schlecht. Seit Ende 1998 wurden nur 20.000 digitale Signaturen verkauft. ”Als Netzbetreiber begreifen wir digitale Sicherheitssysteme als eine unserer Kernkompetenzen”, so ein Telekom-Sprecher. Bei der Bundesnotarkammer, dem Vorzeigekunden der Post, stieß das Aus für Signtrust übel auf. Dort will man jetzt Schadensersatzforderungen prüfen und einen neuen Partner suchen.

(Wirtschaftswoche online vom 23.05.02)

Sun bringt Solaris 9 auf den Markt

Sun hat die neue Version 9 seines Betriebssystems Solaris veröffentlicht . Mehr Kunden als bisher müssen für die Unix-Software zahlen. Solaris 9 ist mehr als nur ein einfaches Upgrade. Erstmals packt der Microsoft-Rivale zu dem Betriebssystem die Directory-Software Sun ONE dazu, die unter anderem Name-Passwort-Kombinationen in einer Serverstruktur verwaltet. Außerdem sollen bis zum Ende des nächsten Jahres auch noch Programme für e-Business und eine Web-Server-Software in Solaris integriert werden. Nicht alle Nutzer von Solaris werden sich über den Beipack uneingeschränkt freuen. War Solaris 8 im Einsatz nämlich noch kostenfrei für Server mit maximal acht Prozessoren, gibt es Solaris 9 nur noch für Ein-Prozessoren-Server gratis.

(PC-Magazin online vom 22.05.02)