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Rechnen Sie sich bitte einmal aus, was Sie (nehmen wir als Beispiel einen Existenzgründer, der sich als Buchhändler selbständig machen möchte) JEDEN MONAT einnehmen müssen (= Umsatz), um folgende Kostenfaktoren bedienen zu können:

1.
Ladenmiete 40,- Euro x 50qm = 2000,- Euro monatlich. Der Laden sollte in einer annehmbaren Lauflage liegen (passen Sie die Miete bitte entsprechend an Ihre tatsächlichen Verhältnisse vor Ort an).

Sind schon Verkaufsregale im Laden?
Nein?

Aha, noch ein Kostenfaktor mehr!
2.
Ladenausstattung 7000,- Euro (auf 5 Jahre mit niedrigem Zinsatz finanziert, da die Schwiegereltern Ihnen einen Kredit gegeben haben)  = monatlich ca. 100,- Euro

3.
Strom 50,- Euro monatlich (zu wenig? Dann legen Sie noch eine Schippe drauf!). Ihr Kunde soll schließlich die Buchtitel erkennen können.

Wo liegen wir jetzt? Bei 2150,- Euro monatlich
Ah, sagen Sie jetzt, “Sie haben aber mein Auto vergessen!”
Richtig, Entschuldigung!!

4.
Auto 200,- Euro monatlich, nur grob geschätzt. Schließlich muss man einkaufen, ausliefern, weiß der Himmel was noch...

Jetzt sind wir schon bei ... 2350,- Euro!
Richtig?

ABER: Was haben wir denn alles nicht bedacht?

Ich stelle Ihnen jetzt Fragen, die Sie sich bitte selbst beantworten und beliebig ergänzen sollten. Sie schreiben alles auf und hinter jeden Punkt eine Zahl. Die muss nicht genau stimmen. Das haben wir ja oben auch nicht gemacht. Sie sollte aber in die Nähe der Wahrheit kommen. Das dann schon.

Was zahlen Sie an Miete für Ihre Wohnung/Haus? (= oder gar Zins und Tilgung für die Bankfinanzierung?)

Wie hoch sind die Ausgaben für Kind und Kegel? (Kleidung, Schulbedarf....)

Wie hoch die Ausgaben für Urlaub? Sagen Sie jetzt nicht, dass Sie das nicht brauchen!!

Wie hoch schätzen Sie die Ausgaben für Lebensmittel, Gas, Wasser?

Liegen wir jetzt schon bei 3000,- Euro monatlich?

Also. Dann lassen Sie uns mal rechnen, was Sie mindestens einnehmen müssen, ohne dass wir so nebensächliche Dinge wie Steuern, Krankenversicherung und Ähnliches, völlig Überflüssiges berücksichtigen:

Wir machen es uns einfach und behaupten, dass Ihre Spanne bei ca. 30% liegt.
Wenn Sie also für 100,- Euro etwas verkaufen, dann behalten Sie 30,- Euro übrig.
OK?

Also: Um monatlich 3000,- Euro übrig zu haben, müssen Sie 10.000,- Euro Umsatz machen.
Oha.

Alter Schwede!
Jetzt müssen wir ehrlich sein und noch die kleinen überflüssigen Dinge bedenken, die wir oben ausgeblendet haben.
Steuern. Einmal vom Umsatz = Umsatzsteuern und dann die doofen Einkommenssteuern.
Und wieviel wären das in unserem Beispiel?
Das kann ich Ihnen nicht genau beantworten, dazu sollten Sie dringend Ihren Steuerberater fragen.

Wir nehmen an, dass es 7% Umsatzsteuer sind. Üblicherweise ist die Umsatzsteuer ja 19% (in Deutschland). Aber bei Büchern fällt der ermäßigte Steuersatz von 7% an, nicht so bei buchähnlichen Artikeln, hier werden 19% berechnet..
D.h. in unserem Fall gehen von den 10.000,- Umsatz-Euros satte 650,- Euro pro Monat an das Finanzamt. Ok, Sie haben recht, davon werden die Vorsteuern, also die, die Sie bei einem Einkauf bezahlen abgezogen. Verbleiben also ca. 200,- Euro, die Sie tatsächlich bezahlen müssen. D.h. 2800,- Euro bleiben übrig.
Es fehlen Ihnen also tatsächlich schon im ersten Monat 200,- Euro. In unserer Rechnung.
Um was noch mal alles zu bezahlen?

Halt!!

Was haben wir vergessen? Versicherungen, Steuern etc. ...!
 

Damit Ihnen nicht kurz vor dem “Bauende” das Material ausgeht helfen wir Ihnen, auf dass Ihr “Haus” zügig fertig werde.