Konzentration auf das Wesentliche

Die Schwierigkeit für viele Menschen ist es, sich zu konzentrieren.

Da nahezu jedes Geschäft viel Zeit benötigt, bis es richtig läuft, neigen gerade Existenzgründer, aber nicht nur diese, sondern auch „gestandene“ Unternehmer, dazu, in Panik zu geraten und machen weitere Baustellen auf. Es könnte ja sein, dass man mit etwas anderem, als der eigentlichen Geschäftsidee, dem sogenannten Kerngeschäft, mehr Geld verdienen kann.


Ein Hauptgrund hierfür: Völlige Fehleinschätzung der benötigten Zeitstrecke und der benötigten Geldmittel zur Ingangsetzung des Geschäft und zur Überbrückung, bis der Rubel rollt.
Schließlich muss man von etwas leben. Das Überbrückungsgeld vom Arbeitsamt für Existenzgründer reicht lange nicht aus und die vorher mühsam angesparten Groschen sind so schnell im schwarzen Loch verschwunden, so schnell kann man nicht gucken.

Was soll man nun jemandem raten, der in einer für ihn schmerzhaften finanziellen Situation steckt?

Eindeutig: Den Laden schließen und möglichst schnell eine Arbeit annehmen, die ihm wieder ein sicheres Einkommen beschert. Es ist hierbei völlig egal, welche Tätigkeit es ist, solange sie körperlich bewältigt werden kann. Wichtig ist, durch diese Maßnahme wieder den Kopf frei zu bekommen und den existenziellen Druck zu nehmen. Als gewünschter Nebeneffekt wird hierbei auch das Selbstwertgefühl gestärkt.
Denn: Jemand der in der Außenwirkung signalisiert „ich bin eine arme Sau, ich brauche jeden Auftrag, sonst verhungere ich...“ wird keinen Kunden begeistern, geschweige denn bekommen.

Genau eine gegenteilige Einstellung ist dringend notwendig:
Die Darstellung „ich bin erfolgreich, ich bin stolz darauf, dass ich in diesem Jahr bereits viel Geld verdient habe...“ (selbst wenn es nicht so ist!!) wird auf Dauer dazu führen, dass man tatsächlich Erfolg hat. Aber auch diese Einstellung muss eingeübt und beharrlich praktiziert werden.

Etwas anders kann der Rat für den ausfallen, der immer noch positiv zu seiner ursprünglichen Geschäftsidee steht:
Alles aufgeben, was nichts mit der Kernkompetenz zu tun hat.
Nur so gewinnt man an Profil und geht nicht in der Masse derjenigen unter, die „alles“ machen.
Er wird sich dann nicht die Frage anhören müssen: „...was machst du eigentlich richtig..?“